Neurochirurgie Karlsruhe
Neurochirurgie Karlsruhe

Theodor Heuss hat 1932 dieses Buch veröffentlicht, welches 1933 bei der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933, wie die Werke vieler anderer Autoren auch, auf dem Opernplatz in Berlin von den Nazis verbrannt wurden. Hätten mehr Menschen dieses Buch damals in Deutschland gelesen, wäre es möglicherweise nicht zu den Wahlergebnissen Anfang 1933 mit den bekannten Folgen gekommen. Umso mehr erstaunt es, dass Theodor Heuss am 23.03.1933 zusammen mit anderen Reichstagsabgeordneten der Deutschen Staatspartei, 1930 aus der Fusion der Deutschen Demokratischen Partei mit der Volksnationalen Reichsvereinigung hervorgegangen, dem Ermächtigungsgesetz zustimmte (Nachlass Kaiser (Hinweis: O. Gratzl, Basel)). Geholfen hat es ihm nicht. Er wurde 1936 mit Publikationsverbot belegt, d.h., er war de facto arbeitslos. Nach dem Krieg war er von 1949-1959 der 1. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

ACHTUNG, EILMELDUNG! Es gab zwar keinen Finderlohn, aber es erschien damals als oberste Bürgerpflicht, in dieser Angelegenheit zu helfen.  Nützliche, unnützliche, sachdienliche oder nicht-sachdienliche Hinweise nahm damals jede geeignete Polizeidienststelle oder gar der Generalbundesanwalt in der Brauerstraße in Karlsruhe entgegen. Am 30.11.2011 stand in der Süddeutschen, dass eine aufmerksamer Mitbürger in der Nähe eines Dönerstandes in Niederbayern die Suche mittels mehrerer Plakate verstärkt hat. Und es wurde auch Strafanzeige erstattet wegen der "Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen". Gemeint also: Die Symbolkraft eines Massenmörders. Jedenfalls war die Polizei in Bayern damals sehr aktiv.  Welche unerwartete Eigendynamik so etwas mit sich bringen kann, zeigt nachfolgender Link, der auch heute noch zu denken gibt.

 

Das konnte nun wirklich keiner ahnen! Auch andere bedeutende Politiker hat dieses harte Schicksal getroffen. Heinrich Lübcke etwa: "Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger". 

Arni aus dem 3D-Drucker

Der Schädelspalter ist ein bekanntes Stadtmagazin aus Hannover, KEINESFALLS um eine neurochirurgische Fachzeitschrift.

 

 

Bei diesem Herrn handelt es sich nicht etwa um Dr. Robert White in jüngeren Jahren, von einem Hauptstadtpresseorgan auch als "Quartals-Frankenstein" bezeichnet. Nein, es handelt sich hierbei um einen ehrenwerten, fachlich sehr kompeteten Vertreter der Gilde der Neurochirurgie in der DDR, Prof. Dr. Friedrich Weickmann, weiland Chefarzt der Neurochirurgischen Klinik in Berlin-Buch. Anders als manch anderer Neurochirurg seiner Zeit benutzte Weickmann immerhin eine Lupenbrillenvergrößerung. Weickmann war "Verdienter Arzt des Volkes" und hatte einen sehr guten Ruf. Bei der Expedition gegen den Exitus handelt es sich um die operative Versorgung eines Hirnarterienaneurysmas. OP-Mikroskope hatten damals noch keine ubiquitäre Verbreitung.

Wenn ich so einen Unsinn lese, wird mir übel. Ist also alles Quatsch. Klar, was der Patient hat: Bestechung und Fübromüalgie. Früher wusste ich nich mahl, wie mann Inschinör schreipt, jetzt bin ich selbst einen.

Dr. med. Mabuse hat mit der literarischen Figur Norbert Jaques´ nichts zu tun (dessen "Dr. Mabuse" war Psychoanalytiker). Es ist ursprünglich eine Fachschaftszeitschrift der Medizinstudenten in Frankfurt/M.. Links ist das Cover der Erstausgabe von 1976 zu sehen.


 

Was sich Frauen so alles bieten lassen mußten Anfang des 20. Jahrhunderts! Und Dr. Paul Möbius war kein Unbekannter!

 

 

 

 

... und hier die weiblich kommentierte Neuauflage des Werkes aus dem Jahre 2000.