Neurochirurgie Karlsruhe
Neurochirurgie Karlsruhe

Mozartstraße 1

Das Gebäude, in dem sich die Praxis seit ihrer Gründung befindet, wurde 1908 von dem Architekten  A. Lorenz errichtet. Bauherr war Dr. Isenbart, der das Gebäude als Privatschule nutzte. Die Unterrichtsräume befanden sich im Erdgeschoß. In der ersten Etage befand sich die Privatwohnung Dr. Isenbarts, im Dachgeschoß wohnte das Personal.

Abb. 1: Foto der "Privatschule Dr. Isenbart", Mozartstraße 1, Karlsruhe-Baden (1908). Bildunterschrift: "Meine Schule in Karlsruhe, Mozartstr. Dr. Isenbart". Aufgenommen aus nordwestlicher Richtung.

Die Adresse war ursprünglich „Mozartstraße 1“, in der Karlsruher Weststadt („Musikerviertel“) gelegen, da es sich bei dem Gebäude um das erste Gebäude in der Mozartstraße überhaupt handelte. Erst im Rahmen der weiteren Bebauung der Mozartstraße erfolgte die Umnummerierung in Mozartstraße „5“.  Der nach Norden reichende Hardwald reichte bis an das Gebäude heran.

 

Abb. 2: Foto des Gebäudes aus südwestlicher Richtung. Auf Grund seiner interessanten Architektur wurde es in einen Bildband "Architektur des XX. Jahrhunderts" (verlegt von Ernst Wasmuth, A.-G., Berlin, ca. 1910) aufgenommen. Fußzeilentext: A. Lorenz, Arch., Karlsruhe i.B. Mozartstraße 1 Privatschule und Wohnhaus Dr. Isenbart.

Nach dem 2. Weltkrieg bestand die Schule zunächst noch fort. Bis ca. 1948 wurden Flüchtlinge in den Schulräumlichkeiten beherbergt. Noch heute erinnern sich damalige Flüchtlinge, heutige Patienten, an Details der Räumlichkeiten.

Seit den 1960er Jahren wurden die beiden unteren Etagen als Büroräume genutzt.

Seit Anfang 1998 befindet sich die Praxis  für Neurochirurgie in der untersten Etage, wobei im Rahmen des Praxisumbaus alte Bausubstanz wieder restauriert und „Stilsünden“ früherer Umbauten beseitigt wurden. Das gesamte Gebäude steht unter Denkmalschutz.

 

Abb. 3 und 4: Ansicht 1960er Jahre (links) sowie 2011.

In unmittelbarer Nachbarschaft des Gebäudes Mozartstraße 1, direkt gegenüber an der Moltkestraße gelegen, befand sich nach Norden die „neue“ Grenadierkaserne, die in den 1893-97 errichtet wurde. Karlsruhe entwickelte sich nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 zu einer bedeutenden Garnisonsstadt und die Kaserne war Standort des 1. Badischen Leib-Grenadier-Regiments Nr. 109. Nachdem 1991 die Franzosen die Kaserne verlassen hatten, wurde es schließlich ab 2002 zu einem Behördenzentrum umgebaut. Historische Details zu diesem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude können dem angehängten PDF-File auf Seite 25/95 des Files entnommen werden: "Einfache, aber sorgfältig erprobte Formen".  Die Grenadierkaserne in Karlsruhe: Neue Adresse der Denkmalpflege in Nordbaden.

http://www.denkmalpflege-bw.de/fileadmin/media/publikationen_und_service/nachrichtenblaetter/2003-03.pdf