Neurochirurgie Karlsruhe
Neurochirurgie Karlsruhe

Die Diagnostik peripherer Nervenengpaßsyndrome

Die Diagnostik aller Engpaßsyndrome ist trotz aller modernen technischen Hilfsmethoden zunächst eine rein klinische Diagnostik, mit der sich die Diagnose oft sicher stellen läßt (Schliack 1983, Stolke 1990). Der Hauptgrund liegt vor allem darin, daß eine negative elektrophysiologische Messung das Vorliegen eines entsprechenden Kompressionssyndroms nicht ausschließt auf Grund der technischen Limitierungen dieser Methodik.

Diese klinischen Kriterien sind in der internationalen Literatur umfassend beschrieben. Da das Interesse an peripheren Nervenkompressionen in der klinischen Neurologie und Neurochirurgie aber in den letzten Jahren erheblich nachgelassen hat, es im niedergelassenen Bereich aber ein unverändert hoher Bedarf an operativer Leistung besteht, darf es nicht verwundern, daß das klinische Wissen um derartige Krankheitsbilder erheblich nachläßt und nur noch wenige Spezialisten umfassend mit derartige Krankheitsbilder vertraut ist. So wurden in der Neurologischen Universitätsklinik München-Großhadern in den Jahren vor 2007 kein einziges peripheres Nervenkompressionsyndrom mehr gesehen (Brandt 2007), möglicherweise aus oben genannten Gründen aber etliche übersehen.

Bedauerlicherweise werden lediglich zehn Prozent aller Nervenkompressionssyndrome von Neurochirurgen operiert – ein bedauerlicher Umstand, da der Neurochirurg, anders als z.B. Hand- oder Unfallchirurg neurologisch verwertbar untersuchen darf, d.h., ein Neurochirurg ist auf Grund seiner Ausbildung grundsätzlich zur rechtssicheren neurologischen Untersuchung befähigt.

Auf dieser Homepage werden daher nur solche Nervenkompressionssyndrome vorgestellt, die vom Praxisinhaber selbst operiert oder klinisch gesehen wurden. Soweit vorhanden, werden Fotos der entsprechenden Kompressionssyndrome beigefügt.