Neurochirurgie Karlsruhe
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Racemat

Physikalisch liegen synthetisch hergestellte Pharmaka meist als Racemat vor, d.h., es handelt sich hierbei um eine 1:1-Mischung der die Ebene des optischen Lichts nach rechts (R) oder links (L) drehenden Moleküls. Beim Baclofen hat sich gezeigt, daß die pharmakologisch-toxikologischen Eigenschaften an das rechtskonfigurierte, ie Ebenen des polarisierten Lichts nach links drehende Molekül gebunden sind (Ochs 1995, S. 10) http://de.wikipedia.org/wiki/Enantiomer  .

 

Metabolisierer

Wie an anderer Stelle bereits berichtet, werden Pharmaka meist in der Leber durch ein spezielles, arzneimittelabbbauendes Enzymsystem metabolisiert http://de.wikipedia.org/wiki/Cytochrom_P450 seltener auch in der Lunge bzw. der Leber.

Abweichend von der "Metabolisierungsnorm" gibt es Menschen, die Medikamente schneller bzw. langsamer in der Leber verstoffwechseln. Salopp formuliert nennt man diese im klinisch-pharmakologischen Jargon "schnelle" bzw. "langsame" Metabolisierer. Hier liegt ein pharmakogenetischer Defekt des CYP2D6-Metabolismus vor. Umfassende Informationen zu desem klinisch wichtigen Aspekt finden Sie hier http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=989236056&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=989236056.pdf

Eine knappe, aber sehr informative Übersicht zu wichtigen Basisaspekten der Pharmakologie finden Sie hier http://www.springerlink.com/content/978-3-540-21482-3.

In der täglichen Praxis ist das Wissen um derartige Aspekte sowohl für den Arzt als auch für einen Patenten extrem wichtig. Immer wieder wird sowohl bei Allgemeinnarkosen als auch bei Regionalanästhesien erlebt, daß Patienten wiederholt ungewöhnlich rasch wach werden (Allgemeinnarkose) bzw. die Anästhesie überhaupt nicht oder nur in hohen Dosen von Lokalanästhetika erzielt werden kann. Erstaunlicherweise wird in den üblichen Anästhesiefragebogen zu diesem Aspekt nicht gefragt. Die einfache Frage lautet: "Muß der Zahnarzt bei der Behandlungs Lokalanästhetikum nachspritzen". Stets bejahen diese  Patienten dies Frage und berichten darüber, daß der Zahnarzt drei bis vier Mal nachspritzen muß, um überhaupt eine Analgesie zu erzielen. Auch der andere Weg kann eintreten, wenn Patienten nach normalen Dosen ungewöhnlich lange brauchen, um sich von einer Narkose oder einer Regionalanästhesie zu erholen. Insgesamt fallen ca. 10% der Patienten in einer der oben genannten Katagorien. Vom klinischen Eindruck her überwiegen dabei die schnellen Metabolisierer.


 

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